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Über dieses Wechseljahres-Symptom spricht kaum jemand

Hitzewallungen und Schlafstörungen gehören zu den bekanntesten Begleiterscheinungen der Wechseljahre, die in Fachkreisen auch als (Peri-)Menopause oder ‚Klimakterium‘ bezeichnet werden. Weitaus seltener wird allerdings darüber gesprochen, wie sich die hormonellen Veränderungen auf die Intimgesundheit auswirken. Dabei können Beschwerden wie vaginale Trockenheit, Brennen oder Schmerzen beim Sex die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und weit über die Sexualität hinaus den Alltag beeinflussen. Obwohl diese Veränderungen keineswegs selten sind, werden sie häufig nicht mit der (Peri-)Menopause in Verbindung gebracht. Fehlendes Wissen, Unsicherheit und die anhaltende Tabuisierung intimer Beschwerden tragen dazu bei, dass viele Frauen ihre Symptome nicht ansprechen oder als unvermeidbare Begleiterscheinung der Wechseljahre hinnehmen.

Mit dem Rückgang des Östrogenspiegels können sich auch Vulva und Vagina verändern. Die Schleimhäute können dünner, trockener und weniger elastisch werden, während die natürliche Lubrikation abnehmen kann.*1 Wie stark sich diese hormonellen Veränderungen auf die Intimgesundheit auswirken, ist individuell. Während manche Frauen kaum Veränderungen wahrnehmen, entwickeln andere Beschwerden, die sich im Laufe der Zeit verstärken können. Nach Angaben der European Menopause and Andropause Society ist ungefähr jede zweite Frau nach der Menopause von einer vulvovaginalen Atrophie betroffen.*² Darunter versteht man Veränderungen des vaginalen und vulvären Gewebes, die insbesondere mit dem sinkenden Östrogenspiegel in Zusammenhang stehen. Die Zahlen verdeutlichen, wie relevant dieser bislang vergleichsweise wenig beachtete Aspekt der (Peri-)Menopause für die Frauengesundheit ist.

Umso wichtiger ist es für Frauen, Veränderungen des eigenen Körpers bewusst wahrzunehmen, mögliche Zusammenhänge zu verstehen und Beschwerden bei Bedarf ärztlich abklären zu lassen. Wie wichtig dabei ein ganzheitlicher Blick auf die individuelle Situation ist, zeigt auch die Arbeit von Dr. med. Britta Kühlmann. Als Ärztin und Plastisch-Ästhetische Chirurgin begleitet sie Patientinnen unter anderem bei hormonell bedingten Beschwerden im Zuge der (Peri-)Menopause und betrachtet dabei nicht nur einzelne Symptome, sondern deren Bedeutung für das körperliche und persönliche Wohlbefinden.

„Viele Frauen bringen Veränderungen ihrer Intimgesundheit zunächst gar nicht mit den Wechseljahren in Verbindung. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen und verständlich zu erklären, was im Körper passiert. Denn wer die Zusammenhänge kennt, kann Veränderungen besser einordnen und bewusster mit den eigenen Bedürfnissen umgehen“, erklärt Dr. med. Britta Kühlmann.

Wenn Hormone den Intimbereich verändern

Östrogen spielt eine wichtige Rolle für die Beschaffenheit des Vaginalgewebes. Im Verlauf der Wechseljahre verändert sich die Hormonproduktion. Der sinkende Östrogenspiegel kann sich unter anderem auf das Gewebe von Vulva und Vagina sowie auf die natürliche Lubrikation auswirken. Für manche Frauen macht sich das zunächst beim Sex bemerkbar. Wenn weniger natürliche Feuchtigkeit vorhanden ist, entsteht schneller Reibung. Penetration kann dadurch als unangenehm oder schmerzhaft empfunden werden und Brennen oder Irritationen können während oder nach Intimkontakt auftreten. *2

Dr. med. Britta Kühlmann ergänzt: „Nicht jede Frau erlebt die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre auf die gleiche Weise. Während manche kaum Beschwerden bemerken, können andere durch Trockenheit, Brennen oder eine erhöhte Empfindlichkeit deutlich beeinträchtigt sein. Entscheidend ist deshalb nicht allein, welche körperlichen Veränderungen auftreten, sondern auch, wie stark sie das persönliche Wohlbefinden und den Alltag beeinflussen.“

Die Auswirkungen hormoneller Veränderungen können sich auch unabhängig von sexueller Aktivität im Alltag bemerkbar machen. Neben Trockenheit, Reizungen und einer erhöhten Empfindlichkeit im Intimbereich können auch Beschwerden der unteren Harnwege auftreten. Dazu zählen beispielsweise verstärkter Harndrang, erschwertes Wasserlassen oder wiederkehrende Harnwegsinfektionen, die mit dem sinkenden Östrogenspiegel in Zusammenhang stehen können. Solche Beschwerden können Teil des sogenannten genitourinären Syndroms der Menopause (GSM) sein. Der Begriff beschreibt Beschwerden im Bereich von Vulva, Vagina und unteren Harnwegen, die durch den Rückgang von Östrogen während der (Peri-)Menopause begünstigt werden können.*3

Intimbeschwerden in den Wechseljahren: häufig, aber selten thematisiert

Hinweise auf eine mögliche Lücke zwischen Beschwerden und ihrer medizinischen Einordnung liefert die sogenannte LADY Study. Für die Untersuchung wurden 450 Frauen zwischen 40 und 70 Jahren in gynäkologischen Universitätskliniken in Griechenland untersucht. Bei 87,6 Prozent der Teilnehmerinnen wurden dabei Anzeichen eines genitourinären Syndroms der Menopause festgestellt. Vor der Untersuchung war bei lediglich 16 Prozent der Frauen bereits ein genitourinäres Menopausensyndrom diagnostiziert worden. Nur 31,3 Prozent der Teilnehmerinnen hatten ihre entsprechenden Beschwerden zuvor mit einer medizinischen Fachperson besprochen. *4

Die Ergebnisse lassen sich nicht pauschal auf alle Frauen übertragen. Sie verdeutlichen jedoch, dass Beschwerden auftreten können, ohne dass ein Zusammenhang mit der (Peri-)Menopause erkannt wird. Umso wichtiger ist es, die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen und mögliche Ursachen zu verstehen. Nicht jede körperliche Veränderung ist dabei automatisch ein Grund zur Sorge. Wer jedoch unter Beschwerden leidet oder Veränderungen feststellt, die Fragen oder Unsicherheiten aufwerfen, sollte nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen. Eine medizinische Abklärung kann helfen, mögliche Ursachen zu erkennen, Beschwerden besser einzuordnen und individuelle Möglichkeiten zur Linderung zu finden.

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Intimgesundheit bewusst begleiten

Hormonelle Veränderungen können die Bedürfnisse im Intimbereich verändern. Wenn die natürliche Lubrikation nachlässt und sich das Gewebe trockener oder empfindlicher anfühlt, können geeignete Gleitgele dazu beitragen, das intime Wohlbefinden zu unterstützen. Je nach Formulierung können sie zusätzliche Feuchtigkeit und Gleitfähigkeit bieten, trockenheitsbedingte Beschwerden lindern und unangenehme Reibung reduzieren. Dabei ist ihre Anwendung nicht auf sexuelle Aktivität beschränkt: Abhängig vom jeweiligen Produkt und seinem vorgesehenen Anwendungsbereich können Gleitgele auch regelmäßig im Alltag eingesetzt werden, um Trockenheit und damit verbundenen Irritationen sowie Beschwerden entgegenzuwirken.

„Vaginale Trockenheit wird häufig erst dann zum Thema, wenn sie das Sexualleben beeinträchtigt. Dabei können die Beschwerden weit darüber hinausgehen und sich auch im Alltag bemerkbar machen. Frauen sollten wissen, dass sie solche Veränderungen nicht einfach hinnehmen müssen. Je nach Symptomatik können geeignete medizinische Gleitgele eine wertvolle Unterstützung sein, um trockenheitsbedingte Beschwerden zu lindern und das intime Wohlbefinden zu verbessern“, erklärt Dr. med. Britta Kühlmann.

Bei sexueller Aktivität machen geeignete Gleitgele ebenfalls einen spürbaren Unterschied. Sie ergänzen die natürliche Lubrikation, verbessern die Gleitfähigkeit und können so dazu beitragen, trockenheitsbedingte Beschwerden beim Sex zu lindern. Die Menopause Society nennt Gleitmittel ebenfalls als eine Möglichkeit, entsprechende Beschwerden zu reduzieren.*³

Entscheidend für die Wahl des passenden Produkts sind die individuellen Bedürfnisse, die jeweilige Formulierung und der vorgesehene Anwendungsbereich. pjur verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung hochwertiger Gleitgele, die als Medizinprodukte der Klasse IIb klassifiziert sind. Die pjur med Reihe umfasst unterschiedliche Formulierungen, die speziell auf die Bedürfnisse des sensiblen Intimbereichs abgestimmt sind. Sie spenden zusätzliche Feuchtigkeit, verbessern die Gleitfähigkeit und tragen so sowohl beim Sex als auch im Alltag zu mehr intimem Wohlbefinden bei. Je nach Formulierung ergänzen ausgewählte Inhaltsstoffe wie beispielsweise Hyaluron oder Jojobaöl die Produkteigenschaften und bieten zusätzliche Vorteile für die individuellen Bedürfnisse im Intimbereich.

„Bei Beschwerden im Intimbereich gibt es keine Lösung, die für jede Frau gleichermaßen geeignet ist. Während sich bestimmte trockenheitsbedingte Beschwerden mit passenden Produkten lindern lassen, benötigen andere Symptome eine gezielte medizinische Behandlung. Wichtig ist, die Ursachen zu verstehen und gemeinsam mit der Patientin einen Weg zu finden, der ihren individuellen Bedürfnissen und ihrer Lebenssituation gerecht wird“, betont Dr. med. Britta Kühlmann.

Intimpflege als selbstverständlicher Teil der Selbstfürsorge

So wie sich die Bedürfnisse des Körpers im Laufe des Lebens verändern, kann sich auch der Intimbereich verändern. Gerade während der (Peri-)Menopause kann es deshalb sinnvoll sein, diesen Veränderungen bewusst Aufmerksamkeit zu schenken und die eigene Routine an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Dabei geht es nicht nur um Sexualität. Trockenheit und erhöhte Empfindlichkeit können sich auch im Alltag bemerkbar machen und das persönliche Wohlbefinden beeinflussen. Die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und entsprechend darauf einzugehen, kann deshalb ebenso selbstverständlich zur persönlichen Routine gehören wie andere Formen der Selbstfürsorge. Denn Intimgesundheit begleitet Frauen in jeder Lebensphase. Sie darf thematisiert und genauso selbstverständlich Teil der eigenen Gesundheitsroutine sein wie andere Bereiche des körperlichen Wohlbefindens.

„Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase. Das bedeutet jedoch nicht, dass Frauen damit verbundene Beschwerden einfach hinnehmen müssen. Wer den eigenen Körper versteht, Veränderungen offen anspricht und sich bei Bedarf Unterstützung sucht, kann viel für das persönliche Wohlbefinden tun. Denn Intimgesundheit ist keine Frage des Alters, sondern ein wichtiger Bestandteil von Gesundheit und Lebensqualität“, so Dr. med. Britta Kühlmann.

FAQ

Kann vaginale Trockenheit mit der Menopause zusammenhängen?

Ja. Veränderungen des Östrogenspiegels im Verlauf der Wechseljahre können sich auf das Vaginalgewebe und die natürliche Lubrikation auswirken. Die Schleimhaut kann trockener und weniger elastisch werden, gleichzeitig kann die natürliche Lubrikation abnehmen. Vaginale Trockenheit gehört zu den häufigen Beschwerden im Zusammenhang mit dem genitourinären Syndrom der Menopause. *1

Warum kann Sex während der (Peri-)Menopause schmerzhafter werden?

Wenn weniger natürliche Feuchtigkeit vorhanden ist und das Gewebe an Elastizität verliert, kann bei sexueller Aktivität mehr Reibung entstehen. Dadurch kann Penetration unangenehm oder schmerzhaft werden; auch Brennen oder Irritationen können auftreten. Gleitmittel können zusätzliche Gleitfähigkeit schaffen und die Reibung reduzieren. *2

Kann die (Peri-)Menopause auch Harnwegsinfektionen beeinflussen?

Ja. Die hormonellen Veränderungen können auch die unteren Harnwege betreffen. Dadurch können unter anderem Beschwerden beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und wiederkehrende Harnwegsinfektionen auftreten.

Was kann bei vaginaler Trockenheit helfen?

Je nach Ursache und Ausprägung kommen unterschiedliche Möglichkeiten infrage. Gleitmittel können bei sexueller Aktivität zusätzliche Gleitfähigkeit schaffen. Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden gibt es außerdem medizinische Behandlungsmöglichkeiten, darunter lokal angewendete Östrogene. Welche Option geeignet ist, sollte individuell ärztlich besprochen werden. *1

Kann Gleitgel auch bei empfindlichen oder trockenen Schleimhäuten verwendet werden?

Ja. Gerade bei Trockenheit kann ein geeignetes Gleitmittel dabei helfen, Reibung zu reduzieren. Je nach individuellen Bedürfnissen können unterschiedliche Formulierungen sinnvoll sein. Die pjur med Reihe umfasst verschiedene wasser- und silikonbasierte Gleitgele für unterschiedliche Anforderungen im Intimbereich.

Muss man mit Intimpflege warten, bis Beschwerden auftreten?

Nein. Intimpflege kann unabhängig von bestehenden Beschwerden Teil eines bewussten Umgangs mit dem eigenen Körper sein. Wenn sich die Bedürfnisse des Intimbereichs während der (Peri-)Menopause verändern, kann es sinnvoll sein, die verwendeten Produkte entsprechend anzupassen und auf eine gute Verträglichkeit zu achten.

226 09 pjur Landingpage Dr Britta Kuehlmann Portrait

Über Dr. med. Britta Kühlmann

Dr. med. Britta Kühlmann ist Plastisch-Ästhetische Chirurgin aus tiefster Überzeugung und mit einem Anspruch, der weit über das Operieren hinausgeht. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Mensch mit seiner individuellen Persönlichkeit und seinen ganz persönlichen Bedürfnissen. Im Bereich der holistischen Medizin verfolgt Dr. med. Kühlmann einen ganzheitlichen Ansatz, der unterschiedliche Aspekte von Gesundheit, körperlichem Wohlbefinden und Lebensqualität berücksichtigt. Zu ihrem Behandlungsspektrum zählen unter anderem Hormontherapien, Mikronährstoffanalysen sowie individuell abgestimmte Longevity-Behandlungen. Dafür nimmt sie sich bewusst Zeit: Zeit, hinter die Fassade zu blicken, Fragen ausführlich zu beantworten und jede Behandlung mit Sorgfalt und Präzision durchzuführen. Denn kein Körper ist wie der andere und deshalb sollte auch medizinisches Handeln nie nach einem festen Schema erfolgen. Durch ihre medizinische Expertise und ihren holistischen Behandlungsansatz bringt Dr. med. Kühlmann eine fundierte und ganzheitliche Perspektive auf die hormonellen und körperlichen Veränderungen während der (Peri-)Menopause und deren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden ein. Dabei geht es für sie um weit mehr als das äußere Erscheinungsbild. Ein positives Körpergefühl entsteht aus dem Zusammenspiel von körperlicher Gesundheit, innerem Wohlbefinden und einer natürlichen, individuellen Ausstrahlung. Dr. med. Kühlmann betrachtet den Menschen als Ganzes und bezieht körperliche Veränderungen, Gesundheit und persönliches Wohlbefinden gleichermaßen in ihre Behandlung ein. Gerade in einer sensiblen Lebensphase wie der (Peri-)Menopause ist dieser ganzheitliche Blick besonders wertvoll. Ihr Anspruch ist es, Frauen medizinisch fundiert, individuell und mit viel Feingefühl zu begleiten, mit dem Ziel, Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken und dabei die eigene Natürlichkeit und Persönlichkeit zu bewahren.

Links

Instagram: https://www.instagram.com/cineolux_dr.britta.kuehlmann/?hl=de

Website Praxis: https://drkuehlmann.de/

Website Cineolux: https://cineolux.com/

Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6EVOVQUZzzEJgJExf4Oe9B

Youtube: https://www.youtube.com/@CINEOLUX

Quellen

*1 AWMF: S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Therapie“, AWMF-Reg.-Nr. 015-062, 2026

https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-062l_S3_KF_Peri-und-Postmenopause-Diagnostik-Interventionen_2026-06.pdf

*2 European Menopause and Andropause Society (EMAS): „Menopause Essentials – Vulvovaginal Atrophy“, 2026

https://emas-online.org/wp-content/uploads/2026/07/Menopause-Essentials-2026-Vulvovaginal-atrophy.pdf?

*3 The Menopause Society: „Genitourinary Syndrome of Menopause“, MenoNote, 2025

https://menopause.org/wp-content/uploads/for-women/MenoNote-GSM.pdf?

*4 The LADY Study: „The LADY study: epidemiological characteristics of prevalent and new genitourinary syndrome of menopause cases in Greece“, 2024.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38415685

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